Monika Treut & Christiane Filla

Klappe Auf! vom 02.10.2014. Christiane Falls befragt die Regisseurin Monika Treut.

Im täglichen Talk auf der Zeltbühne des Filmfestes Hamburg spricht die Regisseurin Monika Treut mit der Schauspielerin und BFFS-Mitglied Christiane Falla über ihren Film Von Mädchen und Pferden. Darüber hinaus erfahren wir, wie Dokumentar- und Spielfilmproduktion von einander profitieren und von Amis, die Frau Treuts Miete zahlen.

Monika Treut fühlt sich sichtlich wohl im Ledersessel auf der Zeltbühne des Filmfestes Hamburg. Auf dieser Bühne befragen Schauspieler des BFFS (Berufsverband Schauspiel e.V.) Regisseure über ihre Filme und ihre Schaffensweisen. Frau Treut, gefragt nach der Finanzierung von Filmprojekten, arbeitet gerne auch mit kleinen Budgets. Sie findet darin Schaffensfreiheit. So entstand ihr Beitrag zum Filmfest Hamburg “Von Mädchen und Pferden” mit einem Minimalteam von nur Drei weiteren Personen. Und gecastet habe sie, mangels Geldes, höchstpersönlich selbst – per nächtelanger Internetrecherche.
Erfahrungen aus ihren Dokudrehs sieht sie als Zugewinn für ihre Spielfilmproduktionen. Wer die Dokuarbeit kenne, erzählt sie, könne auch unvorhergesehenen oder spontanen Entwicklungen beim Spielfilmdreh gelassener entgegensehen.

Kleine Filmbudgets bedingen aber auch gelegentliche Einkommensengpässe. Frau Treut nimmt zwischen ihren Produktionen Lehraufträge an amerikanischen Filmhochschulen an. Dadurch und durch die Rechteverwertung ihres amerikanischen Filmverleihs zahlten die Amis zumindest ihre Miete, so die Regisseurin.
Der Film:
Ein Reiterhof in der Einsamkeit Norddeutschlands, eine sechzehnjährige Praktikantin kurz vor dem Jugendknast die Ihre “letzte Chance” von der Hofbetreiberin erhält. Ein Film über Menschen miteinander und über Menschen mit Tieren. Über Perspektivsuche, Eifersucht und Entwicklung. Kinostart ist am vierten Dezember.

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